Wird es jetzt besser? -- Armin Hessheimer wird zum Matchwinner

Endlich einmal das bessere Ende in einem knappen Spiel für die Raunauer Jungs. Erstmals in dieser Bergab-Saison präsentierten sich die Handballer des TSV Niederraunau in der entscheidenden Endphase als clevere Mannschaft und drehten das bereits verloren geglaubte Spiel beim ASV Dachau noch zu einem 26:27 Auswärtserfolg.

Matchwinner war in dieser Phase und eigentlich im ganzen Spiel Torhüter Armin Hessheimer. Auch das ist neu im bisher so unglücklichen Saisonverlauf. Die Raunauer konnten auch einmal Rückraumwürfe des Gegners zulassen und sich auf den eigenen Keeper verlassen. Die Unhaltbaren aus dem Nahbereich sind sowieso eine Spezialität von Hessheimer, dieses Mal verteilte er sein Können auf alle Fachbereiche.

So auch bis zum 0:2 Spielstand. Zwei Mal hatte er bereits glänzend pariert und Andreas von Kries und Florian Gaedt im Angriff zugeschlagen. In der Folge merkte man der erneut überaus offensiven Abwehrformation der Raunauer aber wieder ihre Abstimmungsschwierigkeiten an. Immer wieder ergaben sich im Abwehrzentrum Lücken. Dachau glich zwischenzeitlich aus, aber von Kries und Gaedt brachten die Raunauer wieder bis zum 5:8 in Führung. Die Raunauer Routiniers Mathias Waldmann und Michael Thalhofer vergaben dann ihre Siebenmeterchancen und brachten so die Gastgeber zurück. Vom 9:9 bis zum 12:12 wechselten die Führungen ständig. Aber Spielführer Thalhofer und Boris Matzner stellten dann doch wieder auf eine 14:15 Halbzeitführung. Dabei hatten die Raunauer noch Pech gehabt. Ein Heber von Gaedt landete am Pfosten, Hessheimer hatte zwei Mal die Hand am Ball, ohne abwehren zu können und der erneut überzeugende A-Jugendliche Oliver Blösch vergab freistehend. Für ihn war das Spiel schon nach 28 Minuten beendet. Für eine Abwehraktion mit Tatort Hals des Gegners erhielt er eine harte Rote Karte. Coach Udo Mesch hatte beim 10:10 auch seine Abwehr auf eine defensivere 6:0-Variante umgestellt. Gerade diese Maßnahme sollte sich noch positiv bemerkbar machen.

Dazwischen mussten die Raunauer aber wieder hart in die Lehre gehen. Das 15:16 durch Oliver Kiebler war die letzte Führung für Raunau. Der Rückraum schien sein Pulver verschossen zu haben und so wechselte wieder einmal Mathias Waldmann in die Zentrale. Doch trotz seiner Torerfolge, die Dachauer hatten vom 23:23 bis zum 26:23 unangekündigt einen Lauf. In den letzten Spielen steckten die Raunauer dann den Kopf in den Sand. Dieses Mal ganz anders. Hinten wurde Beton angerührt. Die Abwehr zwang die Dachauer zu Rückraumwürfen. Die ersten beiden gingen vorbei. Waldmann und Ferit Celik verkürzten auf 26:25. Im nächsten Angriff eineinhalb Minuten vor Schluss stiehlt Gaedt einen Ball und gleicht aus. Dann wieder kein Durchkommen für die Dachauer. Rückraumwurf und Hessheimer pariert glänzend. Der eigene Angriff, eine Minute vor Spielende muss erfolgreich sein. Und unnachahmlich tankt sich Waldmann zum 26:27 durch. Dachau hat noch 25 Sekunden, der Wurf geht an die Oberkante der Latte und dann an die Hallendecke. Den abschließenden Einwurf führen die Raunauer routiniert aus und feiern danach ihren Auswärtssieg. 

Torschützen: Mathias Waldmann 7/2, Florian Gaedt 5, Andreas von Kries 5, Boris Matzner 4, Ferit Celik 3/1, Michael Thalhofer 2, Oliver Kiebler 1.

 

 

 

 

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