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Handball - B-Jugend

Handball B-Jugend
stehend von links:
Co-Trainer Johannes Rosenberger, Aljano Kremm, David More, Timo Horn, Nico Schmidt, Noah Heisch, Gabriel Scholz, Danil Dyatlov, Trainer Stephan Hofmeister

kniend von links::
Nico Kubasta, Nils Hofmeister, Tizian Mayer, Paul Eheim, Julian Lohner, Jonas Rampp, Kevin Buchberger
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Große Ziele

Die Bayernliga-B-Jugend der letzten Saison unter Erfolgstrainer Markus Waldmann bereitete dem TSV Niederraunau große Freude. Ganz am Ende ging ein vierter Platz in die Annalen der erfolgreichen Raunauer Handball-Geschichte ein. Unvergessen der zweite Spieltag als das stolze kleine Handballdorf den riesigen TV Großwallstadt mit 24:23 in die Schranken verwies. Mit Marius Waldmann, der sowohl bei der A-Jugend als auch in der B-Jugend Torschützenkönig in der höchsten bayrischen Spielklasse wurde und dem früh Kreuzband-verletzten Valentin Baumgarten verließen zwei Leistungsträger gen A-Jugend das Team.
 
Doch auch der verbleibende Rest um die Auswahlspieler Nico Schmidt, Gabriel Scholz, David More und Paul Eheim war ein richtiger Talentschuppen, der besonders bei den fränkischen Bundesligavereinen Begehrlichkeiten weckte. Auch der Traum von einer zukünftigen A-Jugend-Bundesligamannschaft beim TSV Niederraunau war durch das gute Abschneiden wach geküsst. "Was war dafür zu tun?", fragte sich die Abteilungsleitung. Im neuen Jahr begannen lose Kooperationsgespräche mit dem ewigen Konkurrenten VfL Günzburg. Der Bayernligist sucht immer für sein JBLH-Team Talente aus der Region. Der TSV hatte dafür einiges zu bieten, umgekehrt war die Günzburger B-Jugend schwächer als die Raunauer, hatte aber ebenfalls einen starken Bayernauswahlspieler. Eigentlich bot sich eine punktuelle Zusammenarbeit geradezu an, dennoch stockten die Gespräche. Beide Seiten agierten vorsichtig, denn es lief ja beidseits gut. Das letzte Vertrauen fehlte.
 
Dann stieg Stephan Hofmeister in die Kooperationsgespräche ein. Zwar ist er der Günzburger Trainer schlechthin, war aber eben auch schon Männertrainer beim TSV Niederraunau. Der heutige Abteilungsleiter Bernd Maisch war damals Leistungsträger auf Linksaußen und noch früher war Stephan Hofmeister Markus Waldmanns erster Zweitliga-Trainer beim VfL Günzburg. Eine Person gegenseitigen Vertrauens war gefunden. Plötzlich ging alles schnell. Stephan Hofmeister blieb zum einen Günzburger A-Jugendtrainer (Marius Waldmann wechselte dort hin) und zum anderen Niederraunauer B-Jugendtrainer (Bayernauswahlspieler Danil Dyatlov wechselte dafür zum TSV). Erstmals kooperierten damit die beiden Schwergewichte des Landkreishandballes ohne sich groß für die Zukunft zu verpflichten und ohne jede Aufgabe der eigenen Identität, allerdings mit der Chance eine vertrauensbildende Maßnahme zu schaffen.
 
Da auch der BHV-Spieler Julian Lohner vom TV Gundelfingen Raunauer Junge wurde, hatte der TSV erneut eine sehr starke B-Jugend zusammen. Mit Johannes Rosenberger wurde auch sehr schnell der bestmögliche Co-Trainer gefunden. Gerade war er als Spieler zum TSV zurückgekehrt, während er davor zwei A-Jugend-Bundesligajahre beim VfL erlebt hatte. Er kennt sich im leistungsorientierten Jugendhandball aus und absolviert aktuell die C-Lizenz-Ausbildung.
 
Die Bayernliga-Quali war dennoch kein Selbstläufer. Viele starke Spieler sind noch keine Einheit und der Chef Marius Waldmann war plötzlich nicht mehr dabei. Bei der ersten Quali verloren die Raunauer Jungs ein Spiel gegen den damaligen Gastgeber DJK Rimpar, die einfach besser eingespielt waren. Bei der darauffolgenden Home-Quali unterlag man gleich im ersten Spiel gegen den unorthodox spielenden TSV Herrsching und musste sich dann richtig durchbeißen. Das tat dem Mannschaftsgeist aber gut. Im entscheidenden dritten Qualifikationsturnier lief es nämlich wie am Schnürchen. Der TSV Friedberg wurde mit 29:18 und Anzing mit 34:23 besiegt. Das Nahziel Bayernliga war erreicht.
 
In den Pfingstferien wurden zur Verbesserung des technischen Vermögens drei Trainingstage durchgeführt. Bei den Sommerturnieren wurden neue Probleme deutlich. Viele Bayernauswahlspieler aus zwei Jahrgängen sind auf vielen Bayernauswahllehrgängen. Der gesamte Kader stand praktisch nie zur Verfügung. Dennoch wurde man mit Miniteams beim Gundelfinger Turnier ebenso Zweiter wie vor 300 Zuschauern beim Allgäuer Handballcup in Wangen.
 
In den Sommerferien war erst einmal verdiente Handballpause. Dann wurde viel trainiert und getestet.
 
Die Mannschaft freut sich sehr auf die Runde und hofft auf eine ebenso tolle Unterstützung durch die Fans wie in der letzten Saison. Trainer Hofmeister gibt als Saisonziel einen Platz unter den ersten Drei aus. Das ist gewohnt ambitioniert, aber nur die ersten drei Plätze eröffnen direkt die Möglichkeit an der JBLH-Qualifikation teilzunehmen.  
 
Und das ist das ganz große Ziel.