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Handball - A-Jugend

Handball A-Jugend

Hinten von links: Lukas Haug, Gabriel Scholz, Noah Heisch, Nico Schmidt, Moritz Führle, Viktor Hessheimer, Philipp Eßlinger

Mitte von links: Nico Kubasta, Nils Hofmeister, Niklas Lindner, Joseph Stotz

Vorne von links: Kevin Buchberger, Julian Lohner, Paul Eheim, Tizian Mayer, Trainer Stephan Hofmeister

Es fehlt: Trainer Markus Waldmann

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BAYERNLIGA WIR KOMMEN!

Die Corona-Krise machte vor allem der A-Jugend einen dicken Strich durch die Rechnung. Gleich zweimal wollte man in die Bundesliga-Quali und groß war der Traum wenigstens einmal in die JBLH aufzusteigen.

In der ersten Corona-Saison wurde dann überhaupt keine Quali gespielt. Der eine freie JBLH-Platz für Bayern ging leistungsmäßig zurecht an die HC Erlangen. Für die Bayernligasaison stand der Spielplan, gespielt wurde aber nie. Seit November 2020 gab es weder einen Trainings- noch einen Spielbetrieb. Zuerst halfen sich die Schützlinge von Markus Waldmann und Stephan Hofmeister mit Online-Training. Spätestens ab Weihnachten verlor das seinen Reiz. Nur wenige wurden weiterhing ihren hohen Ansprüchen gerecht und trainierten fleißig weiter. Das war ein selbst verschuldetes Manko - auch das gehört zur ganzen Wahrheit. Als im Frühjahr kurz geöffnet wurde, nutze man jede Trainingsmöglichkeit im Freien. Selbst bei Schneefall wurde auf dem Hartplatz trainiert. Der Aufstiegswunsch war immerhin wiederbelebt.

Bitter war, dass die ambitionierte Mannschaft um die Auswahlspieler Nico Schmidt, Gabriel Scholz, Julian Lohner und Paul Eheim erst ganz spät von der Verwaltung eine Trainingserlaubnis erhielt. Andere Vereine hatten es da deutlich leichter. Erst als die JBLH-Quali bereits ausgeschrieben war, begann die Vorbereitung - arg spät und ohne Neuzugänge. Zwar hatte der Kader drei starke Torhüter, im Feld war der Leistungsunterschied zur Stammformation dennoch gewaltig. Der ganze Verein unterstützte die Bundesliga-Ambitionen: Sogar Profi Jonathan Scholz trainierte mit, Spieler der 1. und 2. Mannschaft, vor allem aber B-Jugendliche stießen zur Trainingsgemeinschaft um ein leistungsentsprechendes Training zu ermöglichen. Hoch engagiert war das Team plötzlich wieder in der Spur. Sylvia Harlander und Chrischa Hannawald, zwei große deutsche Torhüter unterstützen die Ambitionen. 

Sieben Bayrische Teams stellten sich in einer KO-Runde dem Bundesligaziel. Die beste bayrische Mannschaft sollte dann gegen den Vertreter aus Nordbaden den einen Aufstiegsplatz für ganz Bayern und ganz Baden-Württemberg ermitteln. Ein einziges Mal hatten die Raunauer-A-Jugendlichen dann Fortuna auf ihrer Seite. Wenigstens ein Heimspiel und das auch noch vor Zuschauern! Eine TSV-Schnellteststation wurde aufgebaut - verrückte Zeit. Mit Großwallstadt wurde zwar ein echter Brocken zugelost, die Jungs konnten aber vor begeisterter Corona-voller Kulisse ihren Fans zeigen, was sie drauf hatten. Viele Fehler wurden nach der langen Spielpause auf beiden Seiten gemacht. Die Unterfranken gewannen am Ende verdient mit 20:24. In der zweiten Hälfte führten die Raunauer-Jungs zwischenzeitlich mit zwei Toren, gaben körperlich wirklich alles, nur dann gingen die Körner aus. Obwohl die Mannschaft sich komplett verausgabte, stand sie am Ende mit leeren Händen da.

Großwallstadt schaffte es bis ins Endspiel und unterlag dort nach Verlängerung gegen HSC 2000 Coburg, die sich dann problemlos den einen Bundesligaplatz gegen den TSV Leutershausen sicherten. Im Nachhinein war ein JBLH-Aufstieg für ein bayrisches Team noch nie so einfach. Für Markus Waldmann, der über viele Jahre diese Jugendjahrgänge förderte, den TSV und die Jungs platzte ein Traum.

Der Nichtaufstieg vereinfachte die Gesamtsituation nicht. Der TSV Allach verblieb in der Bundesliga und eiste Nico Schmidt und Noah Heisch los. Der Kader wurde noch dünner.

Trotzdem: Zum Sport gehören Höhen und Tiefen, oftmals wacht man nach hohen Zielen unangenehm auf. Erst dann zeigt sich Größe. Die A-Jugendlichen wollen nun zusammen mit Aushilfen aus der B-Jugend die neue Herausforderung "Bayernliga" annehmen. Mal wieder wegen Corona wurde die einteilige Bayernliga regional aufgeteilt und dadurch erst einmal verkleinert. TSV Allach 2, TSV Friedberg, TSV Haunstetten, SG Kempten-Kottern und HT München heißen die Gegner. Zunächst wird eine Einfachrunde gespielt, die Besten spielen dann gegen die Besten der beiden anderen Gruppen den Bayrischen Meister aus. Der Rest kämpft in einer Platzierungsrunde. Eine harte Nuss für den verbliebenen tapferen Rest.

DARAUF FREUEN WIR UNS!