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Handball - Männer I

Handball Männer - I

Hintere Reihe von links: Melvin Ugur, Marius Waldmann, Lasse Sadlo, Björn Egger, Christoph Schäfer, Moritz Hegenbart, Vinzent Hegenbart

Mittlere Reihe von links: Johannes Rosenberger, Co-Trainer Michael Thalhofer, Betreuerin Daniela Schiefele, Torwarttrainerin Sylvia Harlander, Trainer Udo Mesch, Oliver Kiebler

Untere Reihe von links: Gabriel Scholz, Oliver Blösch, Tizian Schuler, Maxi Jekle, Maxi Klaußer, Jakob Eheim, Florian Rothermel

Es fehlt: Moritz Kornegger

Zur aktuellen Tabelle und Spielplan

Männer I vor nächstem Umbruch

Nach einer schwierigen Saison richtet sich der Blick der ersten Männermannschaft wieder nach vorne. Aufgrund der Rücktritte einiger erfahrener Spieler steht der nächste und hoffentlich vorerst finale Umbruch bevor. Hoffnung macht das große Potential der jungen Spieler und eine Rückkehr auf der Trainerbank.

Hinter den Raunauer Jungs liegt eine Saison zum Vergessen. Schlimme Verletzungen, Formtief, beinahe Abstiegskampf, die „Erlösung“ durch Corona sorgten für Unzufriedenheit an allen Fronten. Aber der Reihe nach, es war ja auch nicht alles schlecht.

Die Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison war im Sommer 2019 in Niederraunau groß. Mit dem stärksten und breitesten Kader seit Jahren und einer guten Mischung aus jungen und erfahrenen Spieler sollte die Spitze der Landesliga angegriffen werden.

Dies gelang im ersten Drittel der Saison auch ganz ordentlich. Die Grundlagen aus der vorherigen Jahren waren da und Neutrainer Mihaly „Mischa“ More erreichte das Team mit einigen neuen Ideen. Nach einer intensiven Vorbereitung startete man mit Siegen gegen Altenerding und Simbach. Nach einer verdienten und einer unnötigen Niederlage gegen Herrsching und Sauerlach, sowie weiteren Siegen gegen Gundelfingen und Dietmannsried setzte man sich im oberen Drittel der Tabelle fest. Anschließend folgte der erste Schock: Beim Heimsieg gegen den TSV Ismaning verletzte sich Kapitän Michael Thalhofer beim erfolgreichen Konter folgenschwer. Die Kombination aus Kreuzbandriss, Meniskusschaden und Knorpelschaden bedeuteten das Ende der Saison für den Führungsspieler. Doch das Team raufte sich zusammen und überzeugte in der Folge beispielweise beim Heimsieg gegen den TSV Allach. Richtig bedenklich wurden die Leistungen und Ergebnisse erst nach der Weihnachtspause. Auf haarsträubende Niederlagen wie gegen Eichenau, Altenerding oder Simbach folgte noch ein Heimsieg gegen den TSV Herrsching, die Tendenz Richtung untere Tabellenhälfte war aber klar erkennbar. Die Raunauer Jungs wirken in dieser Phase der Saison insbesondere im Angriff sehr zaghaft und wenig durchschlagskräftig. Die ebenfalls schlimme Verletzung von Talent Marius Waldmann (ebenfalls Kreuzbandriss) und der Ausfall von Stammtorhüter und Rückhalt Maxi Jekle taten ihr Übriges zur Verunsicherung der Mannschaft. Die Situation wurde nach Niederlagen in Dietmannsried und daheim gegen Sauerlach langsam bedrohlich. Immer noch in der Lage den Abstieg aus eigener Kraft abzuwenden wurde die Saison bekanntlich abgebrochen. Aufgrund des relativ schweren Restprogramms herrschte in Niederraunau jedenfalls keine Trauer über den Abbruch der Saison. Die Verantwortlichen um Abteilungsleiter Bernd Maisch hatten nun zumindest Gelegenheit die Situation der Mannschaft nüchtern zu bewerten und nötige Konsequenzen zu ziehen. Ergebnis dieses Prozesses war Anfang Mai die Trennung von Trainer More. Der persönlich sehr sympathische Trainer hat es leider nicht geschafft, der Mannschaft die nötige Struktur und Sicherheit zu verleihen.

Nach dieser insgesamt enttäuschenden Saison steigt in Niederraunau nun wieder die Vorfreude auf bessere Zeiten. Zwar haben mit Mathias Waldmann, Armin Hessheimer und Lukas Konkel drei Routiniers ihre Handballschuhe an den Nagel gehängt, doch die Motivation und das Potential der jungen Spieler macht Hoffnung auf eine erfolgreiche Zukunft. Um das Team wieder auf die Erfolgsspur zu bringen gelang den Verantwortlichen des TSV Niederraunau bei der Nachbesetzung auf der Trainerbank ein wahrer Coup. Mit Udo Mesch kehrt eine absoluter Handballfachmann und Experte in der Entwicklung junger Talente nach einer einjährigen persönlichen Auszeit zurück. Zusammen mit dem mittlerweile als Co-Trainer engagierten Michael Thalhofer, Torwart- und Mentaltrainerin Sylvia Harlander und Betreuerin Daniela Schiefele will er das Potential der Spieler ausschöpfen, dass dies gelingen kann zeigten bereits die ersten Testspiele und Trainingseinheiten. Gelingt es Mesch, dem Team eine Struktur zu verleihen, in der die Spieler unbekümmert und mutig aufspielen können, kann die Saison zu einem großen Erfolg werden. Denn an Talenten mangelt es nicht in Niederraunau. Die Mannschaft ist auf jeder Position doppelt mit Eigengewächsen besetzt. Mit Vinzent Hegenbart, Jakob Eheim und Melvin Ugur rücken ambitionierte Spieler aus der A-Jugend in den Männerbereich. Die mittlerweile fast schon etablierten Landesligaspieler (teilweise mit bereits 3 Jahren Erfahrung im Männerbereich) Björn Egger, Oli Blösch, Johannes Rosenberger, Marcel Gutmann, Moritz Hegenbart und Moritz Kornegger sollen im Rückraum die Impulse setzen und dort Verantwortung übernehmen. Auf den Außerpositionen und am Kreis können Florian Rothermel, Oli Kiebler, Lasse Sadlo und Christoph Schäfer ebenfalls bereits mit einigen Jahren in der Landesliga aufwarten. Letzterer wurde von der Mannschaft zum neuen Kapitän gewählt. Gemeinsam mit Torhüter Maxi Jekle und Oli Kiebler bildet er den verbliebenen Kern erfahrenerer Spieler. Auf sie wird die Aufgabe zukommen und das Team engen Situationen zu führen.

Ziel des Trainerteams ist es, die vielen Talente individuell zu entwickeln. Aus einer kompakten Abwehr, mit verschiedenen Abwehrsystemen, soll schnell nach vorne gespielt werden. Das Spielerpotential für ein schnelles und attraktives Spielsystem ist definitiv vorhanden.

Ob trotz Corona nächste Saison vor vollen Rängen gespielt werden kann bleibt aktuell noch fraglich. Für die Raunauer Jungs wäre es natürlich ein herber Verlust, nicht vor ihrem geliebten und zahlreichen Publikum spielen zu können. Ein Heimspiel des TSV Niederraunau und keine Zuschauer im altehrwürdiges Schulzentrum…eigentlich unvorstellbar. Die Mannschaft hofft aktuell noch das Beste und freut sich über jeden Unterstützer, ob in der Halle oder Zuhause.