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Handball - Männer I

Handball Männer - I

Hintere Reihe von links: Vinzent Hegenbart, Johannes Rosenberger, Björn Egger, Christoph Schäfer, Lasse Sadlo, Moritz Kornegger

Mittlere Reihe von links: Ferit Celik, Leopold Haas, Betreuerin Daniela Schiefele, Trainer Udo Mesch, Co-Trainer Michael Thalhofer, Torwarttrainerin Sylvia Harlander, Moritz Hegenbart, Oliver Blösch

Untere Reihe von links: Marius Waldmann, Adrian Thalhofer, Maxi Jekle, Maxi Klaußer, Jakob Eheim, Florian Rothermel

Es fehlen: Melvin Ugur, Oliver Kiebler

Zur aktuellen Tabelle und Spielplan

Männer 1 starten hochmotiviert in neue Saison

Erstmals seit vielen Jahren gibt es in der ersten Männermannschaft des TSV Niederraunau kaum Veränderungen. Der Umbruch der vergangenen Jahre ist erfolgreich abgeschlossen und das Trainerteam kann sich nun voll auf die Entwicklung des talentierten Kaders konzentrieren.

Bevor wir uns um die neue Saison kümmern, noch ein kurzer Rückblick auf das letzte Jahr: Die Saison 2019/20 ging zu Ende, ohne richtig angefangen zu haben. Die Mannschaft bestritt nach einer intensiven Vorbereitung lediglich drei Spiele. Nach einem vielversprechenden Sieg zum Auftakt gegen die stark eingeschätzte HSG Lauf/Heroldsberg folgten zwei Niederlagen gegen Aufstiegsfavorit TSV Rothenburg und den SV Michelfeld. Insbesondere der Sieg am ersten Saisonspiel machte Mut. Udo Mesch hat es dabei bereits in kurzer Zeit geschafft, dem Team Sicherheit und Struktur zu geben. Das Hygienekonzept ließ 200 Zuschauer im Krumbacher Schulzentrum zu, die auch vom Auftreten der jungen Mannschaft durchaus überzeugt waren. Mit Energie, und am Ende auch der nötigen Cleverness wurde die HSG Lauf/Heroldsberg mit 28:27 besiegt. Die Stimmung war natürlich fantastisch und die Vorfreude auf die nächsten Spiele (Siege) groß. Leider gab es schon am darauffolgenden Wochenende den ersten Dämpfer für das junge Team. Gegen die körperlich bärenstarken Gegner aus Rothenburg war kein Kraut gewachsen. Der Gastgeber aus Mittelfranken schaffte es immer wieder einfache Tore zu erzielen und die Raunauer Jungs bissen sich an der kompakten Abwehr die Zähne aus. Am Ende stand eine deutliche 23:32 Niederlage auf der Anzeigentafel. Im dritten Spiel wollten es das Team von Trainer Udo Mesch dann wieder besser machen. Leider klappte dies auch gegen den völlig unbekannten SV Michelfeld nicht. Die erfahrenen Gäste aus Unterfranken bestimmten die Partie von der ersten Sekunde an und verwalteten ihren Vorsprung bis zum Ende. Bei der bitteren 25:28 Niederlage wirkte der TSV Niederraunau irgendwie chancenlos.

Bei beiden Niederlagen wurde ein Defizit der Mannschaft mehr als deutlich: Geht es gegen erfahrene, körperlich starke und eher statisch agierende Gegner, tun sich die Raunauer Jungs sehr schwer. Schafft es der Gegner sein – meist langsameres – Tempo durchzuziehen haben die Raunauer Jungs Probleme Tore zu erzielen. Außerdem waren auch die fehlende Ruhe und Abgezocktheit offensichtliche Mankos, welche bei einer jungen Mannschaft allerdings auch zu erwarten waren.

Zu diesem Zeitpunkt der Saison deuteten sich bereits die Probleme aufgrund der Corona-Pandemie an. Spiele wurden abgesagt oder verschoben. Einige Teams hatten noch kein einziges Saisonspiel absolviert. Aufgrund der vielen Trainingseinheiten natürlich schade, aber verständlicherweise wurde die Saison daraufhin unterbrochen und später annulliert.

 Zurück in den Süden! So lautete die für viele erfreuliche Botschaft zur Einteilung der ersten Männermannschaft in die neu geschaffene Landesliga Süd-West. Der BHV hat sich aufgrund der Unsicherheiten bzgl. der Corona-Pandemie entschieden für 2021/22 mit drei, statt wie bisher zwei Landesligen in die Saison zu gehen. Die Ligen bestehen in dieser Konsequenz nicht mehr wie gewohnt aus 16, sondern nur noch aus 10 Mannschaften. Die geringere Anzahl an Spielen soll auch bei einem weiteren Ausbruch von Corona die Durchführung der gesamten Saison gewährleisten. Für den TSV Niederraunau bedeutet dies die Rückkehr in den Süden. In der Landesliga Süd-West treffen die Raunauer Jungs auf alte Rivalen wie den TSV Ottobeuren, TSV Herrsching oder den TV Immenstadt mit dem ehemaligen Niederraunauer Trainer Misha More.

Für die Saison 2021/22 konnten erfreulicherweise alle Spieler und Trainer von einem Verbleib überzeugt werden. Auf der Trainerbank wird also weiterhin Udo Mesch sitzen. Er wird von Michael Thalhofer, Sylvia Harlander und Daniele Schiefele unterstützt. Die Corona-Pause stellte in der Saisonvorbereitung durchaus eine Herausforderungen für das Trainerteam dar. Es war allerdings frühzeitig klar, dass trotz Saisonabbruch und Sportverbot in Gruppen weiter trainiert wird. Die Mannschaft begann bereits im Herbst 2020 mit regelmäßigem Online-Training. Zweimal pro Woche wurde dabei im Bereich Kraft und Koordination trainiert. Davon hat die Mannschaft nicht nur körperlich profitiert: „Das Online-Training hat uns im Lockdown weiterhin das Gefühl vermittelt ein Team zu sein“, so beschreibt Kapitän Christoph Schäfer die weiteren Vorteile der vielen virtuellen Trainingseinheiten. Gemeinsame virtuelle alkoholische und nicht-alkoholische Getränke und Gespräche stärkten den Zusammenhalt der Mannschaft während dieser außergewöhnlichen Phase. Seit Juni kann das Team nun endlich wieder in der Halle und auf dem Sportplatz gemeinsam trainieren - dies wird auch fleißig genutzt. In drei bis vier Trainingseinheiten steht neben Kraft und Ausdauer insbesondere die spielerische Weiterentwicklung auf dem Programm. Nach über einem halben Jahr ohne Handball besteht in diesem Bereich definitiv Nachholbedarf.

Nach den Umbrüchen der vergangenen Jahren mit dem Karriereende vieler erfahrener Spieler sind in der Saison 2021/22 alle Spieler des vergangenen Jahres wieder an Bord. Im Tor ist Maxi Jekle weiterhin der sichere Rückhalt des Teams. Er will in der nächsten Saison seinen Status als einer der besten Torhüter der Landesliga untermauern. Außerdem will er seine Erfahrung an Maxi Klaußer weitergeben. Der Nachwuchstorhüter ging diesmal verletzungsfrei in die Vorbereitung und zeigte in den Testspielen bereits gute Leistungen. Am Kreis und in der Abwehrmitte stehen weiterhin Kapitän Christoph Schäfer und Lasse Sadlo im Kader. Schäfer als Abwehrchef und Sadlo als Antreiber im Tempospiel sind für das Team in Angriff und Abwehr sehr wertvoll. Auf den Außenpositionen erholt sich Florian Rothermel weiterhin von seiner Knie-OP. Eine Rückkehr im Verlauf der Saison ist möglich. Bis dahin wird ihn sein letztjähriger Partner Oliver Kiebler sicher gut vertreten. Aus der A-Jugend aufgerückt versucht außerdem Leopold Haas einen Platz auf der linken Außenbahn zu ergattern. Die rechte Außenposition wird weiterhin von Jakob Eheim und Vinzent Hebenbart besetzt und durch Rückkehrer Adrian Thalhofer ergänzt. Im Spielkonzept der erstem Männermannschaft, welches auf stetiges Tempo ausgelegt ist, kommt auf die Außenspieler eine wichtige Rolle zu. Eine ungewohnt aber erfreulich große Auswahl an Spielern hat das Trainerteam auf den Rückraumpositionen. Die Leistungsträger der vergangenen Saison Björn Egger, Oliver Blösch, Moritz Kornegger und Melvin Ugur sind weiterhin an Bord. Nach einem kurzen Abstecher zum SC Vöhringen ist auch Johannes Rosenberger zurück beim TSV Niederraunau. Trainer Udo Mesch erwartet von diesem Quintett nun den nächsten Schritt in ihrer Entwicklung und dabei insbesondere die Übernahme von Verantwortung in unterschiedlichen Spielsituationen. Das Potential dazu ist zweifelsohne vorhanden. Neu im Rückraum der Raunauer Jungs sind nach schwerer Knieverletzung Marius Waldmann und die Rückkehrer Moritz Hegenbart und Ferit Celik. Alle drei konnten sich erwartungsgemäß super ins Team integrieren und feuern den Konkurrenzkampf weiter an. Mit einem Altersdurchschnitt unter 24 Jahren sind die Raunauer Jungs nächste Saison mit Sicherheit das jüngste Landesligateam.

 Die ersten Testspiele sorgten bereits für Vorfreude auf die neue Saison. Beim gesamten Team ist die Lust auf Handball enorm groß. Dies spiegelt sich im guten Tempospiel wieder. Auch das Zusammenspiel funktioniert trotz langer Pause schon recht gut. Hier merkt man, dass viele Spieler nun schon mehrere Jahre gemeinsam auf der Platte sind. Der Fokus des Trainerteams liegt nun darauf, die Abläufe zu festigen um auch in engen Spielen bestehen zu können. Dazu gehört auch eine kompakte und flexible Abwehrformation. Um gegen körperlich stärke Gegner bestehen zu können sollen hier Ballgewinne forciert werden.

Die Verantwortlichen des TSV Niederraunau arbeiten bereits an einem Hygienekonzept für die neue Saison. Ziel ist es natürlich, die Heimspiele mit so vielen Zuschauern wie möglich auszutragen. Auch die Mannschaft hofft wieder auf die Unterstützung ihrer zahlreichen Fans und freut sich auf den Saisonstart!